Gemeinsam stark für den Kinderschutz
Im Offenen Ganztag wurde der Kinderschutz weiter gestärkt: Das Land NRW stellt im Rahmen eines Modellprojekts seit 2025 Mittel für Fachberatung Kinderschutz für den Offenen Ganztag zur Verfügung. Mit der Einführung von Fachberatungen schafft das Land bei den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege zusätzliche, spezialisierte Anlaufstellen, die die Träger und Teams vor Ort unterstützen und Kinderschutzprozesse fachlich begleiten. Durch diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt hin zu noch mehr Sicherheit im pädagogischen Alltag sowie zu mehr gelebtem Kinderschutz getan.
Für die AWO am Mittelrhein hat Anke Scholz als Referentin für den Bereich Offener Ganztag zusätzlich die Aufgaben der Fachberatung im Kinderschutz übernommen.
Zu den Aufgaben gehört die fachliche Unterstützung der Träger sowie der Mitarbeitenden bei der Einschätzung möglicher Gefährdungslagen sowie die Beratung und Begleitung der Gestaltung von Schutzkonzepten. Dies umfasst auch die Auseinandersetzung mit klaren Abläufen, Zuständigkeiten und verbindlicher Standards im Umgang mit Verdachtsfällen. Darüber hinaus stärkt die Fachberatung die Träger und ihre Mitarbeitenden bei Bedarf durch interne Schulungen, Sensibilisierung für Warnsignale und den Umgang mit Gefahrenlagen, so dass Kinder Gehör finden und sie ihre Rechte aktiv wahrnehmen können.
Kinderschutz soll im Offenen Ganztag nicht nur als Reaktion auf Krisen verstanden werden, sondern als kontinuierliche Aufgabe, die im Alltag verankert ist. Im Mittelpunkt steht dabei das Wohlergehen der Kinder, welches nur durch verlässliche Schutzräume und eine pädagogische Haltung, die Grenzen respektiert, Beteiligung ermöglicht und frühzeitig Unterstützung organisiert, sichergestellt werden kann.
Mit der Fachberatung Kinderschutz setzt das Land ein deutliches Zeichen: Kinderschutz im Offenen Ganztag ist eine gemeinsame Verantwortung – und wird in NRW künftig noch strukturierter, präventiver und fachlich gestützt umgesetzt.