2025 – ein starkes Jahr für die Nachhaltigkeit bei der AWO GESA
Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS
Nach dem Inkrafttreten des Energieeffizienzgesetz im November 2023 war die GESA aufgrund der Höhe ihres Energieverbrauches dazu verpflichtet, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einzuführen. Dabei bestand die Wahl zwischen dem Energiemanagementsystem ISO 50001 und dem umfassenderen Umweltmanagementsystem EMAS, auf das unsere Wahl letztendlich gefallen ist.
Die Vorbereitungen für die im November 2025 erstmalige Validierung stellte sich als sehr aufwendig und anspruchsvoll heraus. Die Themen Energie und Umwelt wurden umfassend betrachtet. Zum einen durch die Erfassung von Kennzahlen über Verbräuche zu Wasser, Strom, Wärme, Mobilität, Beschaffung und Abfall aber auch Personalkennzahlen und Flächenkennzahlen und zum anderen durch die Integrierung der Umweltthemen in unser Qualitätsmanagementsystem – wo es nicht bereits vorhanden war. Neben der übergreifenden Arbeit fanden auch Umweltbetriebsprüfungen in allen Einrichtungen statt, um die Einhaltung und Umsetzung von umweltrelevanten Themen zu überprüfen. Alle Ergebnisse wurden dann zusammen mit einem kurzen Einblick in die Unternehmensstruktur in einer Umwelterklärung zusammengefasst, die von unserem Auditor geprüft und freigegeben wurde.
Nach einer erfolgreichen Validierung vor Ort bei der sowohl die Geschäftsstelle als auch der ambulante Dienst sowie drei unserer Einrichtungen geprüft wurden, konnten wir anschließend eine EMAS-Registrierung bei der IHK vornehmen.
Das Klimaschutzkonzept der AWO GESA
Im Jahr 2023 startete bei der AWO GESA ein Projekt zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und die nationale Klimaschutzinitiative (NKI).
Im Laufe der folgenden zwei Jahre erarbeiteten wir ein sehr umfassendes Konzept, das unseren Weg zur Klimaneutralität 2040 beschreibt und mögliche Maßnahmen benennt, um diesem Ziel näher zu kommen. Als Grundlage wurde zu Beginn eine Ist-Analyse in Form von CO2-Fußabdrücken für alle Einrichtungen und die Geschäftsstelle vorgenommen, die bei unseren Einrichtungen einen Durchschnitt von ca. 4 t CO2 pro Bewohner*innenplatz ergeben, einem vergleichbaren Mittelwert für die Altenhilfe.
Dies mit dem Wissen, dass Klimaneutralität in diesem Bereich bei ca. 1 t CO2 pro Bewohner*innenplatz liegt.
Im Anschluss wurde auf die verschiedenen Bereiche geschaut, die Hauptverursacher für die ausgestoßenen Emissionen sind und es wurde eine Potential- und Szenarienanalyse erstellt, die analysiert, welche Maßnahmen für die Reduktion der Emissionen sinnvoll sind und vor allem berechnet, welche Einsparungen durch diese Maßnahmen erreicht werden können. Viele Emissionen verbergen sich in den Bereichen Wärme, Mobilität und Verpflegung. Bei einem Gesamtausstoß der GESA im Jahr 2023 von gut 6000 t CO2 sind es viele Einzelmaßnahmen, die uns dem Ziel näherbringen. So ist z.B. der Umbau der Leuchtmittel auf LED eine starke Maßnahme, die 211 t CO2 einsparen kann. Der Umbau der Heizungsanalage in nur einer Einrichtung könnte zusätzliche 133 t einsparen, eine Umstellung der Verpflegung 112 t CO2.
Nach Freigabe des Konzeptes durch den Fördermittelgeber im März 2026 wird nun eine Umsetzung der Maßnahmen geplant. Dazu werden wir in Absprache mit den Einrichtungen an individuellen Maßnahmenplänen arbeiten.