Nur teilweise gebremst – die AWO Mittelrhein hat ihre Bezirkskonferenz verschoben, der Wechsel im Vorstand findet trotzdem statt.

Es sollte ein großer Neuanfang werden – zur Bezirkskonferenz der AWO Mittelrhein am 06. Juni wollten nicht nur drei von vier langjährigen Mitgliedern des ehrenamtlichen Präsidialausschusses den Staffelstab weiter geben, auch im hauptamtlichen Vorstand waren Wechsel angesagt.

Die Bezirkskonferenz, zu der regelmäßig alle vier Jahre 101 Delegierte und weitere Gäste eingeladen sind um über die strategische und sozialpolitische Ausrichtung des Verbandes zu beraten, wurde coronabedingt abgesagt. Bei den Konferenzen findet regelmäßig auch die Wahl des Präsidiums statt. Auch diese muss nun voraussichtlich bis zum Jahreswechsel warten. „Wir hoffen sehr, dass es die Gefährdungslage zulässt, die Bezirkskonferenz als Präsenzveranstaltung durchzuführen, denn unser Verband lebt von der Zusammenkunft seiner Mitglieder“ sagt Michael Mommer, der neue Vorstandsvorsitzende. Für die Mitglieder der AWO wäre es sicher wiederum nur schwer vorstellbar, ihre langjährigen und verdienten Präsidiumsmitglieder ohne ein persönliches Wort und Würdigung ziehen zu lassen

Ein Verschieben des Wechsels im Vorstand kam nicht in Frage, denn die ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Andreas Johnsen und Rudolf Uwe Redlinger verabschieden sich planmäßig in den Ruhestand. In den vergangenen 17 bzw. 21 Jahren haben sie den Verband gemeinsam mit dem Ehrenamt ins 21. Jahrhundert geführt, als Spitzenverband der Wohlfahrtspflege und verlässlichen Partner für die Gliederungen

Mit ihren erfolgreichen Sozialunternehmen blickt der Bezirksverband selbstbewusst in eine Zukunft, die ab dem 08.06. von Michael Mommer und Sabine von Homeyer gestaltet wird. Beide sind AWO-Insider. „Wir wissen welch gute und wertvolle Arbeit die Mitarbeitenden im Bezirksverband und in allen Unternehmen täglich leisten. Mit dieser Basis werden wir gemeinsam den erfolgreichen Kurs weiterführen und ausbauen“ sagt die neue Vorständin, Sabine von Homeyer.

Die Vorsitzende des Präsidiums der AWO Mittelrhein, Beate Ruland, würdigt die Verdienste der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. „Rudolf Redlinger hat sich stets in bester Weise um die Finanzen und die Steuerung der internen Dienstleistungen gekümmert. Er hat bewiesen, dass er unsere Finanzen nicht nur verwalten, sondern auch erhalten und mehren kann und er dabei das Räderwerk des Systems immer wieder auf neue technische und finanzwirtschaftliche Herausforderungen anzupassen wusste. Im Namen des ganzen Präsidiums bedanke ich mich für das große Engagement, besonders auch beim Vorstandsvorsitzenden Andreas Johnsen. Für ihn waren die Werte der AWO nie verhandelbar, er kämpfte dafür innerverbandlich und in der spitzenverbandlichen Vertretung. Er hat mit großer Beharrlichkeit, Fleiß und Weitsicht auch in schwierigen Zeiten den Verband stets in sicherem Fahrwasser gehalten. Dabei war er immer offen für neue Chancen. Gemeinsam wir haben wirklich viel erreicht.“

Mit Blick auf den Wechsel gibt sich Beate Ruland sehr zuversichtlich: „Bei Sabine von Homeyer und Michael Mommer weiß ich die AWO Mittelrhein in guten Händen, ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der AWO“.

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