AWO wehrt sich gegen geistige Brandstiftung

Der AWO Bezirksverband Mittelrhein verurteilt das von der AfD Landtagsfraktion veröffentlichte Malbuch mit dem Titel „Nordrhein-Westfalen zum Ausmalen“

Das Malbuch richtet sich an Kinder und wurde laut Medieninformationen beim „AfD Bürgerdialog“ in Krefeld ausgelegt. Zu sehen sind zutiefst rassistische und fremdenfeindliche Motive, die verschiedene Kulturgruppen angreifen und verunglimpfen.

Als Gegenreaktion hat die AWO NRW einen offenen Brief an den Landtagspräsidenten, die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen und die Abgeordneten im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend versandt. Darin fordert sie dazu auf, das Malbuch zum Thema in den Ausschüssen, im Plenum und in den Fraktionen zu machen. Die Abgeordneten sollten sich jetzt parteiübergreifend und geschlossen positionieren, damit eine gemeinsame, eine politische Botschaft gesendet werden kann. Mitglieder der AfD Fraktion haben den Brief nicht erhalten.

„Die Arbeiterwohlfahrt ist entsetzt über dieses menschenverachtende Machwerk“, stellt der Vorsitzende des AWO Bezirksverbands Mittelrhein, Andreas Johnsen, fest. „Die Beschäftigten der AWO engagieren sich in ihren Einrichtungen jeden Tag für das Wohl junger Menschen. Sie vermitteln ihnen Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit. Sie versuchen Kinder zu weltoffenen, toleranten Menschen zu erziehen und möchte, dass die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu starken und verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen, die für unsere Demokratie eintreten werden. Auf diese engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wir sehr stolz,“ berichtet Johnsen weiter.

Nachdem der üble Brandsatz der AfD gezündet hat, distanziert sich die Partei von dem Malbuch – ein, so Johnsen, für diese Partei typisches Vorgehen. Doch nun die ganze Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen, wäre nach Ansicht der AWO falsch. Denn, so Johnsen weiter: „Das war keine unbedachte Äußerung, das war eine gezielte Provokation und der Versuch, Kinder für politische Hassbotschaften zu missbrauchen. Das muss aufgeklärt, verurteilt und geahndet werden.“, fordert Johnsen.

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