Eine Dame, die sich zum Bücherlesen verspätet hatte und 35 Interpretationen

Frauen des Ostheimer Literatur Cafés für Frauen und Mädchen haben ein Buch mit dem Titel „Die Frau mit der Maske“ erstellt.

Zehn Frauen, die Jüngste ist 15, die Älteste 77 Jahre, treffen sich unter der Leitung von Nuran Kancok vom Interkulturellen Zentrum und der Integrationsagentur Köln-Ostheim der AWO Mittelrhein regelmäßig zum Literaturcafé – im Sommer mit Abstand und während des Shut-Downs per Video. Ihre Sprachen sind marokkanisch, arabisch, französisch, türkisch, italienisch, koreanisch, kurdisch, deutsch und Englisch. Ihre gemeinsame Sprache im Literaturkreis ist Deutsch.

Nachdem sich der Literaturkreis mit Texten von Waris Dirie und Barack Obama befasst hat, sich die Regeln erarbeitet hat, wie man eine Einleitung schreibt, wie ein Bericht aufgebaut ist oder eine Kurzgeschichte, haben sich die Frauen entschlossen, selbst ein Buch zu schreiben. Ein besonderes Buch, eines in dem ein einziges kurzes Geschehen erzählt wird, immer wieder neu und anders.
Folgendes ist passiert, geschehen, ausgedacht, geträumt, erfunden:
„Eine Dame, die sich zum Bücherlesen verspätet hatte, regte sich auf, da der Aufzug zu voll war und sie musste deshalb die Treppen nehmen. Kaum war sie oben angekommen, klingelte sie an der Tür, aber durfte nicht rein, da sie ihre Maske vergessen hatte.“

Yasemin Onur hat 35 Texte zusammengestellt, in denen die Autorinnen zeigen, dass die deutsche Sprache sehr verschiedene Möglichkeiten hat, etwas zu erzählen. Manchmal wird es ernst, manchmal langweilig, manchmal phantasievoll.
Das lesenswerte Büchlein steht unter Downloads / Publikationen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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