AWO Mittelrhein – Journalistenpreis 2018

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Aktuelles

17.04.2018

Zum 30. Todestag von Lotte Lemke erinnert die AWO Mittelrhein: Soziale Arbeit ist unverzichtbarer Bestandteil der Sozialpolitik.

Erinnerung an Lotte Lemke

Lotte Lemke, langjährige Geschäftsführerin, Bundesvorsitzende, danach Ehrenvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, widmete ihr Leben dem von ihr formulierten Prinzip "Humanitäres Handeln aus politischer Verantwortung".

Als Bundesgeschäftsführerin in der Nachkriegszeit (1946-1965) und auch als Bundesvorsitzende 1965 – 1971 prägte Lotte Lemke die AWO in der Bonner Republik nachhaltig. Sie war Zeugin und über das Engagement in der AWO zeitgleich auch Akteurin politischer und gesellschaftlicher Umbrüche.
Von Marie Juchacz, der Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, 1929 nach Berlin geholt, wurde Lotte Lemke mit dem Amt der Geschäftsführerin des Hauptausschusses der Arbeiterwohlfahrt betraut. 1933 wurde die Arbeiterwohlfahrt von den Nationalsozialisten zerschlagen. Lotte Lemke blieb in Deutschland und engagierte sich im Widerstand. Von der Gestapo gesucht und zeitweilig inhaftiert, nahm sie es auf sich, als Kurier den nach Prag ausgewichenen Parteivorstand der SPD zu informieren. Nach Kriegsende betrieb Lotte Lemke mit Energie und Leidenschaft den Wiederaufbau der Arbeiterwohlfahrt.

Beate Ruland, Vorsitzende der AWO Mittelrhein, stellt zum 30. Todestag von Lotte Lemke fest: „Lotte Lemke war eine der starken Frauen der AWO. Als Geschäftsführerin und als Vorsitzende gestaltete sie den Aufbau eines großen Wohlfahrtsverbandes. Sie setzte für die Arbeiterwohlfahrt Maßstäbe. Sie gestaltete Sozialpolitik, in einer Zeit, die vor allem von Männern geprägt war. Damit war sie für mich und für viele andere Frauen in der AWO eine Vorstreiterin und Vorbild. Ihr vielzitierter Satz: ‚vergesst hinter euren großen Aufgaben niemals den einzelnen Menschen‘ drückt aus, was die AWO seit ihrer Gründung in besonderer Weise prägt. Lotte Lemke hat uns den Auftrag mitgegeben, die soziale Arbeit nicht nur als Feuerwehr der Sozialpolitik zu verstehen, sondern als Bestandteil der Sozialpolitik. An diesem Auftrag halten wir fest.“

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