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Aktuelles

18.03.2019

Unbesetzte Ausbildungsplätze und gescheiterte Bewerber - Freie Wohlfahrtspflege NRW kritisiert Schieflage auf dem Ausbildungsmarkt

Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW 1/2019

Köln, 19. März 2019. Mehr Lehrstellen als Bewerber – Diese positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt gilt leider nicht überall. Wie der neue Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege zeigt, fehlten in der Region des AWO BV Mittelrhein im vergangenen Ausbildungsjahr 1.415 Ausbildungsstellen. Gleichzeitig wurden ausbildungsvorbereitende und -begleitende Maßnahmen gestrichen.

 

Während in Deutschland immer mehr Arbeitgeber über einen Azubi-Mangel klagen, gibt es in Nordrhein-Westfalen mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. So kamen etwa in der Region des AWO BV Mittelrhein von Oktober 2017 bis September 2018 auf 27.748 gemeldete Bewerber 26.333 gemeldete Ausbildungsstellen. Für eine optimale Versorgung würden sogar zusätzliche 4.143 Stellen benötigt.[1] „Diese Ausbildungslücke ist besorgniserregend, zumal es bundesweit seit den 1990er Jahren erstmals einen ganz anderen Trend gibt“, erklärt die Vorsitzende des AWO BV Mittelrhein, Beate Ruland.

 

Trotz aller Bemühungen blieben laut Arbeitslosenreport NRW 1.401 Bewerber zum Stichtag 30. September 2018 gänzlich unversorgt. Mit dem Argument fehlender Ausbildungsreife gäben viele Betriebe Hauptschülern keine Chance mehr, kritisiert die Vorsitzende des AWO BV Mittelrhein, Beate Ruland. „Es birgt sozialen Sprengstoff, wenn Unternehmen sich über Fachkräftemangel beschweren, sich aber von Hauptschülern abwenden. Die Betriebe haben eine gesellschaftliche Verantwortung, einen solidarischen Beitrag zur Sicherung der Zukunft junger Menschen zu leisten“, mahnt die Vorsitzende des AWO BV Mittelrhein, Beate Ruland.

 


[1] Vielfach ist für den Ausbildungsstellenmarkt von einer Angebots-Nachfrage-Relation von ANR = 112,5 (also von einem Angebotsüberhang von 12,5 %) die Rede. Dieser Richtwert resultiert aus einem politischen Kompromiss der sozialliberalen Koalition in den 1970er-Jahren. Sie ist der Mittelwert aus der damaligen SPD-Forderung nach 20 % und der FDP-Vorstellung von 5 % Überhang, der sich in § 2 Abs. 1 Satz 1 Ausbildungsplatzförderungsgesetz (APlFG) manifestierte.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.bibb.de/de/4377.php

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