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AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V.
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Aktuelles

01.02.2018

Für den AWO Bezirksverband Mittelrhein ist Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt wichtig.

Der Bundesverband der AWO hat seinen ersten Gleichstellungsbericht veröffentlicht. Mit ihm auch konkrete Handlungsempfehlungen zur Entwicklung einer konsistenten verbandlichen Gleichstellungsstrategie. Die AWO Mittelrhein sieht sich gut aufgestellt.

Die AWO hat einen Gleichstellungsbericht erstellt, der den Status Quo der Gleichstellung der Geschlechter unter Berücksichtigung anderer Kategorien wie Alter, Beeinträchtigung, Herkunft erfasst. Damit hat sich die AWO auf den Weg gemacht, tradierte Arbeitsteilungen, gewohnte Normalitätsstandards und das gewachsene Selbstbild in den eigenen Strukturen kritisch unter die Lupe zu nehmen und im Sinne ihrer Gründerin Marie Juchacz geschlechtergerecht weiter zu wachsen, Neues aufzubauen und Bestehendes weiter zu entwickeln. Ziel des Gleichstellungsberichts ist, Wege zu etablieren, die alle AWO Haupt- und Ehrenamtlichen darin unterstützen ihre Lebensentwürfe unabhängig von ihrem Geschlecht verwirklichen zu können.

Das bundesweite statistische Ergebnis, dass es zu wenige Frauen in haupt- und ehrenamtlichen Führungspositionen gibt, wird bei der AWO am Mittelrhein nicht bestätigt. Beate Ruland, Vorsitzende der AWO Mittelrhein berichtet: „Im Bezirksverband der AWO Mittelrhein sind wir schon recht weit. Der Vorsitz der Aufsichtsräte unserer großen Gesellschaften ist weiblich, ihre Geschäftsführungen sind paritätisch besetzt. Auch in den Gliederungen liegt die Leitung der Kreisverbände und des Regionalverbands jeweils zur Hälfte in weiblicher und männlicher Hand.“

Dort, wo der Gleichstellungsbericht Arbeitszeiten und Einkommen ungleich bzw. geschlechtsspezifisch verteilt ausweist, sieht sich der Verband in der Verantwortung, gleiche Verwirklichungschancen für alle Geschlechter zu ermöglichen. In diesem Sinne beinhaltet der Bericht weitreichende Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen.

Dazu gehören u.a.:

  • Etablierung von klaren Verantwortlichkeitsstrukturen, um Geschlechtergerechtigkeit innerhalb des Verbandes umzusetzen,
  • Entwicklung einer AWO spezifischen geschlechtergerechten Organisationskultur für Haupt- und Ehrenamt, z.B. die inhaltliche und strukturelle Verankerung von Gleichstellung in den Einrichtungen und Diensten der AWO,
  • Geschlechtergerechte Personalentwicklung und -planung im Hauptamt mit dem Ziel der Heterogenisierung der Belegschaft,
  • Mehr Geschlechtergerechtigkeit im Ehrenamt durch die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung des unterrepräsentierten Geschlechts, z.B. Mentoring- oder Pat*innen-Programmen für ehrenamtliche Funktionen,
  • Etablierung einer kontinuierlichen Evaluation mit einheitlichen Standards zur Überprüfung der Erfolge und Misserfolge umgesetzter Maßnahmen sowie die Erhebung zusätzlicher Daten.

Die Handlungsempfehlungen bilden den Auftakt zur Entwicklung einer konsistenten verbandlichen Gleichstellungsstrategie. „Noch lebt die AWO nicht alles, was sie gleichstellungspolitisch fordert. Um weiterhin glaubwürdig zu bleiben, müssen wir in unseren Reihen umsetzen, was wir von Politik und Wirtschaft verlangen“, merkt Beate Ruland selbstkritisch an. „Wir begreifen die Handlungsempfehlungen als Chance und arbeiten daran sie umzusetzen. Gleichstellung geht nicht von selbst.“

Der Bericht kann von der Seite des Bezirksverbands Mittelrhein unter awo-mittelrhein.de/presseservice-downloads/ herunter geladen werden.

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