AWO Mittelrhein – Journalistenpreis

Auszeichnungen für Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und  einem Sonderpreis für Nachwuchsjournalismus

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Aktuelles

09.09.2019

Die Herausforderung annehmen – die AWO Mittelrhein setzt sich für einen positiven Umgang mit von Demenz Betroffenen ein und bietet Hilfen an.

Da liegen Socken im Kühlschrank, da ist der Nachbar, der unbedingt seine Kinder von der Schule abholen will, obwohl die doch längst erwachsen sind, da ist die Freundin, der immer öfter Worte und Namen fehlen – sind das Anzeichen von Demenz? Und wie geht man als Angehörige*r, Freund*in oder Nachbar*in damit um?

In Deutschland leben gegenwärtig rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz davon rd. 350.000 in NRW. Die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf. (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.). Die AWO Mittelrhein informiert am Welt-Alzheimer-Tag am 21.09. bei verschiedenen Veranstaltungen im Bezirksgebiet über ein Krankheitsbild, das unsere Gesellschaft zunehmend fordert.

Zum Beispiel im AWO Seniorenzentrum Dieringhausen. Hier sind Darsteller des musikalischen „Dementicals - Socken im Kühlschrank“ zu Gast. Das Musical von Joachim Kottmann wirft auf unterhaltsame, berührende und manchmal witzige Art und Weise viele Fragen auf, die sich rund um das Thema Demenz in Gesellschaft und Familie stellen. Zwischen 13.30 und 15.30 Uhr öffnen die Darsteller im AWO Seniorenzentrum Dieringhausen mit musikalischen Auszügen aus dem Bühnenstück einen Zugang zum oft belastenden Thema. Interessierte, Angehörige und Betroffene können sich bei einer Info-Börse über das Krankheitsbild und über Hilfsmöglichkeiten informieren.

Die Einrichtungsleiterin des AWO Seniorenzentrums Dieringhausen, Renate Gartmann-Schnepel, will mit der in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis organisierten Veranstaltung möglichst viele Menschen erreichen. Sie fordert: „Demenz darf kein Tabu-Thema sein. An dementiellen Veränderungen Erkrankte sind Teil unserer Gesellschaft. Damit sie auch echte Teilhabe erfahren, müssen möglichst viele Menschen, Freunde, Angehörige, Partnerinnen und Partner wissen, womit sie es bei der Krankheit zu tun haben und wie sie Betroffene unterstützen können.“

Die Leiterin der Senioreneinrichtung weiß, wovon sie spricht. Rund 60 % der Senior*innen, die in dem 105-Betten-Haus leben, sind bei ihrem Einzug an Demenz erkrankt. „Viele der Senior*innen leben zuhause und werden von ihren Angehörigen umsorgt,“ berichtet sie, „doch irgendwann ist das nicht mehr leistbar, dann nimmt die Krankheit so viel Raum ein, dass eine zeitliche und pflegerische Rundumbetreuung für die Angehörigen eine große Entlastung darstellt, und dann sind wir mit unserer Fachkompetenz da“.

Der größte Anteil pflegebedürftiger Menschen wird im häuslichen Umfeld gepflegt. Für sie bietet die AWO die Möglichkeit, sich unter der bundesweit kostenlosen Telefonnummer 0800 60 70 110 Unterstützung und Beratung zu holen. Die AWO Pflege- und Seniorenberatung informiert rund um die Uhr, auch online unter www.awo-pflegeberatung.de.

Wer sich grundsätzlich für das Krankheitsbild interessiert, kann Demenz-Partner werden. Demenz Partner lernen in einem 90-minütigen kostenlosen Kompaktkurs Grundlegendes zum Krankheitsbild und zum Umgang mit Menschen mit Demenz. Auch die AWO ist Demenzpartnerin. Mehr zu den Kursen finden Sie unter www.demenz-partner.de.

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