AWO Mittelrhein – Journalistenpreis 2018

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Aktuelles

11.06.2019

Die AWO feiert 100. Jubiläum

Vor 100 Jahren wurde die Arbeiterwohlfahrt gegründet. Am Pfingstsamstag haben Mitglieder und Mitarbeiter der AWO am Mittelrhein das Jubiläum im Kölner Gürzenich gefeiert.

Gegründet wurde die Arbeiterwohlfahrt von Marie Juchacz. Sie hat vor 100 Jahren das Selbstverständnis und den Anspruch der AWO geprägt: Seit 1919 setzt sich die AWO für Frauenrechte, für Vielfalt, für Teilhabe statt Almosen, für ein menschenwürdiges Leben, für Gerechtigkeit und für Solidarität ein. Karl-Josef Laumann, würdigte dies mit den Worten: „Selten trifft man auf einen Hundertjährigen, der so frisch, so munter und tatendurstig ist wie die Arbeiterwohlfahrt. Im Gründungsjahr 1919 war die nackte Not von Kriegsbeschädigten, von Arbeitslosen wie auch von Arbeiterinnen und Arbeitern eine bittere Realität. Auch wenn die Zeiten heute andere sind, ist es gut, dass die AWO sich weiter für die Schwachen und Benachteiligten in unserer Gesellschaft einsetzt. Die AWO ist und bleibt als Träger der Freien Wohlfahrtspflege ein wichtiger Partner der Landesregierung und ganz besonders des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.“ Der Rede des Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen folgte eine Videobotschaft der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker. Die Werte der AWO wurden von der Lichtkünstlergruppe Chapeau Bas in Szene gesetzt. Der Landesvorsitzende der SPD NRW und MdB, Sebastian Hartmann, griff diese in seinem Gespräch mit der Vorsitzenden des Präsidiums der AWO Mittelrhein, Beate Ruland, auf. Sie stellte fest: „Werte leben - in den letzten 100 Jahren hat die AWO bewiesen, dass das gelingen kann -  indem wir immer den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Indem wir für die Menschen da sind. In der täglichen Arbeit in den Ortsvereinen und in den Einrichtungen.“ 

Überaus berührend begann der zweite Teil der Veranstaltung. Die weltbekannte Sandmalerin Natalia Netselya erzählte die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt – mit Sand und Licht bewegte sie die Herzen der rd. 950 Gäste. Doch die AWO-Geschichte ist nicht nur bewegend. Dass die AWO-Mitglieder und AWO-Mitarbeitenden auch mit Stolz auf diese Geschichte blicken können wurde in der Talkrunde mit Michael Scheffler, dem stellv. Präsidiumsvorsitzenden und Vorsitzenden der historischen Kommission des AWO Bundesverbands, Franz Irsfeld, dem stellv. Präsidiumsvorsitzenden und Vorsitzenden der historischen Kommission der AWO Mittelrhein und der Historikerin und Mitautorin der zur 100-Jahr-Feier neu erschienenen Chronik der AWO Mittelrhein, Dr. Ann-Kathrin Thomm, schnell klar. Anschließend zeigte mit Können und Kreativität die AWO Dance Company was Ehrenamtliche können. Sie tanzten die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt.

Sehr eloquent führte der Moderator Henning Quanz durch Show-Acts, Wortbeiträge und Diskussionen. So auch im dritten Teil des Festaktes, dem AWO-Talk. Werner Rosenthal, Vorsitzender des AWO Ortsvereins Marienheide und Jan Bondke, ein junger Unternehmer, der sich mit der AWO für die Geflüchteten in Marienheide engagiert, berichteten was Ehrenamtliche bei der AWO antreibt. Nicole Mehr Leiterin des Seniorenzentrums Süssendell-Stolberg, Derya Ceylan-Odrost, Leiterin der Kita Regenbogen in Eschweiler und Denise Grundke, Leiterin der Einrichtung ‚Betreutes Wohnen im Haus Bellinghausen‘ in St. Augustin gaben Antworten auf die Frage, was besonders daran ist, für und mit der AWO zu arbeiten. Andreas Johnsen, Vorstandsvorsitzender des AWO Bezirksverbandes ergänzte mit einem Blick in die Zukunft: „Ich wünsche der AWO, dass sie weiterhin auf der Basis ihrer Grundwerte dazu beiträgt, dass diese Gesellschaft offen, vielfältig, demokratisch und im wertschätzenden Dialog die soziale Gerechtigkeit voranbringt. Dazu gehört es auch, manchmal der Politik auf die Füße zu treten.“

Und dann erschien ein ganz besonderer Gast auf der Bühne: Marie Juchacz höchstpersönlich. Die Videoprojektion der ersten Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt unterhielt sich mit der heutigen Präsidiumsvorsitzenden der AWO Mittelrhein, Beate Ruland, und rief die Anwesenden dazu auf noch tüchtig zu feiern.

Das taten sie denn auch, der Festakt wurde mit einem bunten Bilderregen beendet, das Buffet eröffnet und die Diskothek und der Tanzsaal luden zur Party ein.

Die Präsidiumsvorsitzende, Beate Ruland, nutzte das Fest auch dazu, sich bei den AWO Mitgliedern und bei den AWO Mitarbeitenden zu bedanken und in die Zukunft zu blicken. Sie sagte: „Unsere Werte haben uns in den letzten 100 Jahren stets den Weg gewiesen. Die Menschen, unsere Mitglieder und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben diese Werte mit Leben gefüllt, sie haben geholfen, wo Hilfe nötig war und das tun sie auch heute noch. Dafür sage ich von Herzen Dankeschön! 100 Jahre AWO ist für uns Anlass mit Kampfgeist nach vorne zu schauen, denn wir setzen uns auch in Zukunft für soziale Gerechtigkeit ein und helfen da, wo Hilfe gebraucht wird. Wir machen weiter!“

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