AWO Mittelrhein – Journalistenpreis 2018

Auszeichnungen für Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen Sonderpreis für Nachwuchsjournalismus

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Aktuelles

20.03.2018

Die AWO am Mittelrhein stellt sich aktiv gegen Vorurteile, Ressentiments und Populismus

(v.l.n.r.) Stellvertretender Vorsitzender Klaus-Werner Dittrich, Geschäftsführer Andreas Johnsen, Vorsitzende Beate Ruland, Stellvertretender Vorsitzender Axel Heiner Dabitz

In Hasskriminalität und im Erstarken rechtspopulistischer Gruppierungen zeigt sich das menschenverachtende Gesicht des Rassismus am deutlichsten. Seine Kraft gewinnt er durch die alltägliche Herabsetzung und Diskriminierung von Menschen und Volksgruppen. Juden, Muslime, Roma oder Menschen mit dunkler Hautfarbe werden pauschal angegriffen, beleidigt und abgewertet. Lt. Polizeibilanz gab es im Jahr 2017 bundesweit fast 1500 antisemitische Straftaten. Fast alle Täter waren Rechtsextreme oder "diffus rechts motiviert".

In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2010 noch 155 rechtsextrem motivierte Gewalttaten in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst, im Jahr 2016 stieg die Zahl auf 381. 
 
Die AWO nimmt den morgigen Internationalen Tag gegen Rassismus zum Anlass, vor allem auf Alltagsrassismus aufmerksam zu machen. Alltagsrassismus übernimmt Rassismus in alltägliche Situationen. Er stabilisiert und verfestigt Denk- und Handlungsformen und die dahinter liegenden Machtstrukturen und wirkt so besonders nachhaltig. Deshalb fordert die AWO dazu auf, dort einzuschreiten, wo abfällige Bemerkungen und Witze über Menschen mit tatsächlichem oder zugeschriebenem Migrationshintergrund erzählt werden, wo rechtsradikale Ideologien verherrlicht oder Hilfe verwehrt wird, weil Bedürftige einer bestimmten Religion oder Ethnie angehören. 
 
„Mit großer Sorge vernehmen wir, dass in den letzten Jahren die Hemmschwelle für hasserfüllte Äußerungen und Handlungen enorm gesunken ist“ sagt Beate Ruland, Vorsitzende der AWO Mittelrhein. „Es  entspricht  grundsätzlich der Überzeugung der AWO, sich deutlich  gegen menschenverachtende Ideologien zu positionieren und ihre Rolle als demokratische Akteurin der Zivilgesellschaft wahrzunehmen. Unser Gemeinwesen kann nur funktionieren, wenn wir für Solidarität, Gerechtigkeit und die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Freiheit und Gleichheit eintreten. In allen Lebensphasen: beginnend in der Kindheit, prägend im Jugendalter und begleitend während der Erwachsenenzeit bis hin zum Seniorenalter. Alle Kinder, Jugendlichen und  Erwachsenen müssen die Möglichkeit haben, zu partizipieren und selbst mitzugestalten. Die Erwachsenen sind Vorbild für Kinder und Jugendliche. An ihnen orientieren sie sich.“
 
Veranstaltungen der AWO am Mittelrhein und Statements gegen Rassismus stehen auf der Internetseite kampagnen.awo.org/awo-gegen-rassismus und in den Sozialen Medien unter
#awogegenrassismus

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