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Aktuelles

10.01.2019

AWO NRW: AWO-Arbeitgeber fordern ver.di dazu auf, zu den Realitäten zurückzukehren

Dortmund/Düsseldorf. Die NRW-Arbeiterwohlfahrt fordert die Gewerkschaft ver.di zum Auftakt der aktuellen Tarifrunde dazu auf, „auf den Boden der Sachlichkeit zurückzukehren“. Die Forderungen, die die Gewerkschaftsvertreter am Mittwoch (9. Januar) vorlegten, stammten eher aus dem Zauberhut klassenkämpferischer Phantasien als aus der sozialpolitischen Wirklichkeit.
 
Die AWO hatte schon im November ein hervorragendes Angebot vorgelegt und sich dabei an den Abschlüssen des öffentlichen Dienstes orientiert: Bei einer Laufzeit von 30 Monaten (Beginn 1. Dezember 2018) sollen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten danach um insgesamt sieben Prozent steigen – und zwar in drei Stufen. Im ersten Jahr (ab 1.1.2019) ist ein Plus von 3,2 Prozent vorgesehen, im zweiten Jahr (ab dem 1.1.2020) 3,0 Prozent, in den verbleibenden fünf Monaten bis zum 31. Mai 2021 noch 0,8 Prozent. Dies sei ein Signal zum hundertjährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt.
 
Ver.di hingegen verlangte gestern runde Zahlen zum Jubiläum: unter anderem eine Erhöhung aller Monatslöhne um gleich zehn Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten, 100 Euro mehr für die Ausbildungsvergütung sowie eine hundertprozentige Gleichbehandlung der OGS-Mitarbeitenden mit den Kita-Mitarbeitenden. „Eine nette Zahlenspielerei“, so Verhandlungsführer Gero Kettler. „Mehr aber auch nicht.“ Schließlich müssten die Tarifforderungen anschließend auch gegenüber der öffentlichen Hand durchgesetzt werden – und das lasse schon die Gesetzeslage gar nicht zu. „Wir wünschen unseren 65.000 Beschäftigten auch eine bessere Entlohnung – schon um die Attraktivität der Berufe in Erziehung und Pflege zu steigern. Aber an der staatlichen Finanzierung der Einrichtungen völlig vorbeizuschauen, heißt die Mitarbeitenden nicht mehr ernst zu nehmen und ihnen Theater vorzuspielen.“
 
Vor diesem Hintergrund setze die AWO auf lange Laufzeiten als Grundlage für eine solide Refinanzierung der Lohn- und Gehaltszulagen. Gesprächsbereitschaft signalisierte ihre Tarifkommission am Mittwoch auch für angemessene Verbesserungen bei den Ausbildungsvergütungen. Mehr sei aber nicht machbar. Ver.di sei nun am Zug, „bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 29. Januar 2019 eine ernst zu nehmende Verhandlungsposition zu entwickeln“.
  
 
Weitere Informationen:
Katrin Mormann 
Pressesprecherin AWO NRW 
Kronenstraße 63 - 69 
44139 Dortmund
Tel. 0231 54 83 234 
Mobil 01520 / 7593106
katrin.mormann@awo-ww.de

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