AWO Mittelrhein – Journalistenpreis

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Aktuelles

03.04.2020

AWO fordert mehr Anerkennung für Pflegekräfte – auch finanziell

Foto: AWO Bundesvrband

Köln 3. April 2020. In der Corona-Krise zeigen sich Ungerechtigkeiten besonders deutlich: Während Menschen allabendlich von Balkonen systemrelevante Berufe beklatschen, sind es diese Berufe, die in Deutschland besonders schlecht bezahlt werden. Nicht zufällig sind es Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Der Vorsitzende des AWO Bezirksverbands Mittelrhein, Andreas Johnsen, meint hierzu:
„Es sind Frauen, die in der gegenwärtigen Krise mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Sie arbeiten etwa in der Pflege oder im Supermarkt. Der Frauenanteil in systemrelevanten Berufen liegt bei knapp 75 Prozent. Und diese Berufe werden zu schlecht bezahlt. Wir fordern daher: Unsere Anerkennung muss sich auch auf dem Konto widerspiegeln!“
Finanzielle Ungerechtigkeiten zeigen sich insbesondere für die Pflegeberufe. Andreas Johnsen führt hierzu aus: „in allen unseren GesA-Altenhilfeeinrichtungen ebenso wie in der Eingliederungs- und Behindertenhilfe Der Sommerberg, leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem Engagement und unter tatsächlicher Selbstgefährdung täglich hervorragende Arbeit. Sie sorgen dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner gepflegt und – soweit wie möglich – geschützt werden und bisher ist uns das gemeinsam auch sehr gut gelungen. Doch die finanzielle Anerkennung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Seit vielen Jahren kämpfen wir für angemessene und verbindliche Tarife in der Pflege. Die gesetzlichen Grundlagen sind längst geschaffen, jetzt müssen wir alle handeln.“
Der AWO Bezirksverband bekräftigt die Forderung des AWO Bundeverbandes, nun in Tarifverhandlungen zu gehen, um die aktuelle besondere Leistung finanziell zu honorieren. Klar ist aber auch: Lohnerhöhungen sollten nicht zu Lasten der Pflegenden oder ihrer Angehörigen gehen. Zusätzliche Personalkosten müssen vollständig finanziert, Eigenanteile dürfen nicht erhöht werden.
Hintergrund: Frauen leisten den Großteil der schlechten oder gar nicht bezahlten Arbeit im Bereich Pflege, Erziehung und Betreuung, privat wie beruflich. Die Lohn- und Rentenlücke zwischen den Geschlechtern ist in Deutschland höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Frauen sind daher deutlich armutsgefährdeter als Männer, vor allem im Alter.
Hierzu der aktuelle AWO Video-Podcast des AWO Bundesvorsitzenden, Wolfgang Stadler: youtu.be/6uk-JkIryL4

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