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Vielfalt - das Bildungsmagazin

Fachdienste für Migration und Integration

Ganzheitlicher Ansatz für die Migrations- und Integrationsarbeit der AWO Bezirksverband Mittelrhein 2014
Die geschäftsführenden Vorstände von AWO Kreisverband Köln e.V. und AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. haben beschlossen, das Aufgabenfeld Migration/ Integration vom Kreisverband Köln an den Bezirksverband Mittelrhein zum Beginn des Wirtschaftsjahres 01.01.2014 zu übertragen. Das bedeutet, dass zu der landesgeförderten Integrationsagentur der AWO Mittelrhein die bundesgeförderten Programme des Fachdienstes mit seinem Schwerpunkt auf Einzelfallberatung und –hilfe hinzukommen. Damit umfasst das Spektrum des Angebots der AWO Bezirksverband Mittelrhein in Zukunft:

  • Integrationsagentur:

    • sozialräumliche Arbeit und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements
    • Antidiskriminierungsarbeit, Chancenwerkstatt für Vielfalt und Teilhabe
    • Institut zur Interkulturellen Öffnung IzIkÖ

  • Jugendmigrationsdienste (JMD)
  • Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)
  • Interkulturelle Zentren

Die Bündelung dieser ganz unterschiedlichen Ansätze der Integrationsarbeit unter einem Dach bietet Chancen für neue Strukturen, mit denen die AWO in Köln den zunehmenden Herausforderungen der Migrationsgesellschaft begegnen möchte. Dazu werden die bestehenden Angebote im neuen Team weiterentwickelt und inhaltlich vernetzt, mit dem Ziel einer strukturellen und systematischen Gestaltung von Chancengerechtigkeit für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen.

In den Programmen JMD und MBE sind sechs Fachkräfte, in der Integrationsagentur vier beschäftigt. Leiter der Fachdienste für Migration und Integration der AWO Bezirksverband Mittelrhein e. V. ist Michael Sewenig.

Das Bundesprogramm „Jugendmigrationsdienste“
Das Bundesprogramm „Jugendmigrationsdienste“ (JMD) versteht sich als Motor zur Erhöhung von Chancengerechtigkeit und Verbesserung der Rahmenbedingungen und Zugangschancen von jungen Migrantinnen und Migranten, insbesondere an der Nahtstelle Schule/Ausbildung/Beruf. Es hat an über 400 Standorten in Deutschland Fachstellen der Jugendsozialarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund. Im Durchschnitt werden jährlich ca. 80.000 junge Menschen begleitet und unterstützt.
Zielgruppen sind:

  • Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene vom 12. bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres mit Migrationshintergrund, vorrangig ist jedoch die Arbeit mit nicht mehr schulpflichtigen jungen Menschen.
  • Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Institutionen und ehrenamtliche Initiativen in den sozialen Netzwerken/Gemeinwesen, einschließlich der Bevölkerung im Lebensumfeld der jungen Menschen

Schwerpunkte sind:

  • Individuelle Integrationsförderung  mittels Case Management (individueller Integrationsplan, Begleitung, Vermittlung an andere Dienste sowie ergänzende Kursarbeit)
  • Gruppenangebote wie Bewerbungstraining, Sprachtrainings, Einführung in die EDV
  • Initiierung und Förderung von freiwilligem und bürgerschaftlichem Engagement junger Menschen mit Migrationshintergrund
  • Beratungsangebote für Eltern, insbesondere in Fragen der Bildung / Ausbildung ihrer Kinder
  • Netzwerk- und Sozialraumarbeit (Aufbau und Pflege von Fördernetzen, Identifizieren von Förderlücken und Anregung von Förderangeboten) und
  • Interkulturelle Öffnung (Interessenvertretung für die Zielgruppe, Förderung des Interkulturellen Dialogs)

Im Fachdienst für Migration und Integration der AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. sind im Bereich „Jugendmigrationsdienst“ zwei Fachkräfte beschäftigt.


Das Bundesprogramm „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE)

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) wurde 2005 im Rahmen des neuen Zuwanderungsgesetztes zunächst als Migrationserstberatung eingeführt. Grundlage des Programms war die „Neukonzeption der Migrationsberatung“. Bundesweit gibt es 565 MBE – Einrichtungen. Die Migrationsberatung soll Zugewanderte zeitnah zu selbstständigem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens befähigen und sie an das Beratungsangebot der so genannten Regeldienste heranführen.

Zielgruppen sind:

  • Zuwanderer über 27 Jahren, die sich dauerhaft im Bundesgebiet aufhalten
  • Bereits länger im Bundesgebiet lebende Zuwanderer sowie freizügigkeitsberechtigte Unionsbürger, die einen einem Neuzuwanderer vergleichbaren Integrationsbedarf haben
  • Spätaussiedler, deren Ehegatten und Kinder über 27 Jahren
  • Deutsche Staatsangehörige, die in besonderer Weise integrationsbedürftig sind (z.B. sprachlich)

Die Dienstleistungen umfassen:

  • Bedarfsorientierte Einzelfallberatung auf Grundlage des Case-Management-Verfahrens
  • Die mit den Integrationskursen beginnende Integrationsförderung sowie die Befähigung der Neuzuwanderer zu selbstständigem Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens
  • Initiierung, Steuerung und Begleitung des Integrationsprozesses
  • Mitarbeit in kommunalen Netzwerken und bei der interkulturellen Öffnung der Regeldienste

Im Fachdienst für Migration und Integration der AWO Bezirksverband Mittelrhein e. V. sind im Bereich „Migrationsberatung“ vier Fachkräfte beschäftigt.

Das Landesprogramm „Integrationsagenturen“

Seit 2007 fördert das Land Nordrhein-Westfalen in Trägerschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Integrationsagenturen für die Belange von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. 2014 gibt es in NRW 160 Integrationsagenturen.
Die Integrationsagenturen arbeiten in den Eckpunkten:

  • Sozialraumorientierte Arbeit
  • Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
  • Interkulturelle Öffnung von Diensten und Einrichtungen
  • Antidiskriminierung

Die Schwerpunkte liegen darauf,

  • Einrichtungen der sozialen Versorgung dabei zu unterstützen, Zugewanderte rechtzeitig zu erreichen und angemessen zu versorgen. Dies reicht vom Elementarbereich über das Gesundheitswesen bis hin zur Seniorenarbeit
  • das vorhandene bürgerschaftliche Engagement im Bereich der Integration weiter zu qualifizieren und auszubauen
  • in Stadtteilen mit sozialen Problemlagen die Eigeninitiative von Migrantenorganisationen zu fördern
  • in den Bereichen Vorurteilsbewusstsein, Antidiskriminierung und interkulturelle Öffnung zu sensibilisieren und Prozesse der interkulturellen Öffnung zu begleiten

Die Integrationsagentur der AWO Mittelrhein beschäftigt drei Fachkräfte, die auf bestimmte Eckpunkte spezialisiert sind. Im Team werden die Bereiche miteinander verzahnt und so die Bedarfe der unterschiedlichen Zielgruppen zusammen geführt und bearbeitet.
Landesförderung und kommunale Förderung  von interkulturellen Zentren und niedrigschwelligen Integrationsvorhaben

Die interkulturellen Zentren und niedrigschwelligen Integrationsvorhaben stellen neben den Integrationsagenturen und spezifischen Maßnahmen weitere Instrumente der Migrationssozialarbeit in Nordrhein-Westfalen dar. Die Zentren sollen, in der Trägerschaft u.a. von Wohlfahrtsverbänden, Begegnungs- und Kommunikationsorte von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen sein. Sie dienen einerseits der Pflege eines gemeinsamen kulturellen Hintergrunds, andererseits bieten sie Möglichkeiten der Vernetzung von Menschen und Gruppen verschiedenster Herkunft.

Niedrigschwellige Integrationsvorhaben sind sozialraumbezogen und reagieren flexibel auf die Bedarfe von Gruppen und Individuen, mit dem Ziel, positiv auf das Zusammenleben im Stadtteil zu wirken.

Die Umsetzung dieses Förderprogramms soll in Kooperation mit den Kommunen und kooperativ und vernetzt mit anderen Trägern / Einrichtungen im Sozialraum erfolgen. In Nordrhein-Westfalen kamen im Jahr 2013 96 Zentren diesen Aufgaben nach.
Zielgruppen sind:

  • Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion, rechtlichem Aufenthaltsstatus und dem Zeitraum, seit dem sie in Deutschland leben. Einheimische sollen einbezogen werden bzw. mitwirken
  • Entscheidungsträger in Migrantenselbstorganisationen
  • MultiplikatorInnen

Aufgaben der Zentren sind:

  • Durchführungsort niedrigschwelliger Integrationsvorhaben
  • Begegnungsraum, Treffpunkt u.a. für offene Angebote
  • Ort der Selbstorganisation, des Lernens, der Kommunikation, der Freizeitgestaltung, der Vernetzung
  • Brückenfunktion
  • Stützpunktfunktion

Die Integrationsagentur der AWO BV Mittelrhein unterhält zwei interkulturelle Zentren:

  • Rösrather Str. 2-16, 51107 Köln
  • Venloer Wall 15, 60672 Köln
Kontakt:

Name

Bereich

Telefon

E-Mail

Michael Sewenig

Leitung

0221 57998-180

michael.sewenig@awo-mittelrhein.de

Nuran Kançok

Integrationsagentur

0221 299428-71

nuran.kancok@awo-mittelrhein.de

Mercedes
Pascual-Iglesias

Integrationsagentur

0221 299428-74

mercedes.pascual-iglesias@awo-
mittelrhein.de

Susanne Schmidt

Integrationsagentur

0221 299428-70

susanne.schmidt@awo-mittelrhein.de

Agnete Sturm

Integrationsagentur

0221 299428-72

agnes.sturm@awo-mittelrhein.de

Serif Issi

Migrationsberatung

0221 846427-12

serif.issi@awo-mittelrhein.de

Hakki Mercan

Migrationsberatung

0221 846427-13

hakki.mercan@awo-mittelrhein.de

Tülay Yavuz

Migrationsberatung

0221 846427-15

tuelay.yavuz@awo-mittelrhein.de

Elena Karl

Migrationsberatung

0221 846427-16

elena.karl@awo-mittelrhein.de

Dominic
Kropp

Migrationsberatung Außenstelle Zentrum Ostheim

0221 453965-66

dominic.kropp@awo-mittelrhein.de

Ayfer Elbahan

Jugendmigrationsdienst

0221 846427-14

ayfer.elbahan@awo-mittelrhein.de

Judith Rozalia Wittling

Jugendmigrationsdienst

0221 846427-11

judith-rozalia.wittling@awo-mittelrhein.de

 

gefördert durch:

              

 

Integrationsagentur AWO Mittelrhein

Gesellschaftliche Vielfalt in den Bürgerhäusern und Bürgerzentren:
Dokumentation des 10. Fachtagung

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